Wenn ich fotografiere, finde ich zurück in eine Stille, die mir vertraut ist. Ich nehme mir Zeit für das Licht, für die feinen Kontraste und die sanften Übergänge zwischen Hell und Dunkel. Während ich schaue, wird mein eigener Blick ruhiger.
Die Arbeit mit Licht hat für mich etwas Meditatives. Das beginnt bei der Aufnahme und setzt sich in der Ausarbeitung fort. Wenn ich einen Schatten vertiefe oder eine helle Stelle behutsam zurücknehme, hat das für mich viel mit Zuhören zu tun. Kamera und Software sind meine Werkzeuge. Was mich leitet, ist die Erinnerung daran, wie sich ein Augenblick angefühlt hat.
Ich fotografiere digital. Meine Liebe gilt der analogen Schwarzweißfotografie, ihrem feinen Korn und dem Reichtum ihrer Grautöne. Besonders mag ich die Stellen, an denen im tiefen Schatten gerade noch eine Zeichnung zu erkennen ist oder ein helles Grau fast unmerklich ins Weiß übergeht.
Meine Bilder entstehen aus Geduld, aus Erinnerungen und manchmal aus einem leisen Fernweh. Ich mag ihre Einfachheit. Sie lässt Raum für das, was sich schwer in Worte fassen lässt und beim Betrachten für einen Moment wieder spürbar wird.